Warum Magnesium so wichtig ist
Magnesium ist nach Kalium das zweithäufigste Mineral innerhalb unserer Körperzellen und unverzichtbar für zahlreiche biologische Prozesse.
Wissenschaftler gehen heute davon aus, dass Magnesium an mehr als 300 enzymatischen Reaktionen beteiligt ist. Einige Fachpublikationen beschreiben sogar über 600 magnesiumabhängige Enzyme oder enzymatische Funktionen, da laufend neue Zusammenhänge entdeckt werden.
Muskeln
Eine der bekanntesten Aufgaben von Magnesium betrifft die Muskulatur.
Damit sich ein Muskel entspannen kann, benötigt er Magnesium. Calcium sorgt für die Muskelanspannung – Magnesium ermöglicht anschließend die Entspannung der Muskelfasern. Deshalb trägt Magnesium zu einer normalen Muskelfunktion bei und ist insbesondere für sportlich aktive Menschen von großer Bedeutung.
Nervensystem
Auch unsere Nervenzellen benötigen Magnesium.
Zwischen Milliarden von Nervenzellen werden täglich elektrische Signale übertragen. Magnesium unterstützt die normale Funktion des Nervensystems und trägt dazu bei, dass diese Signalübertragung reibungslos erfolgen kann.
Darüber hinaus trägt Magnesium zu einer normalen psychischen Funktion bei und unterstützt die Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung.
Knochen
Etwa 60 % des gesamten Magnesiums im menschlichen Körper befinden sich in den Knochen.
Magnesium ist Bestandteil des Knochenstoffwechsels und trägt zur Erhaltung normaler Knochen und Zähne bei. Es arbeitet dabei eng mit Calcium sowie Vitamin D zusammen.
Energie – Die Kraftwerke unserer Zellen
Besonders spannend ist die Rolle von Magnesium in den Mitochondrien.
Mitochondrien produzieren den Energieträger ATP (Adenosintriphosphat), der nahezu alle Körperfunktionen antreibt.
Tatsächlich liegt ATP im Körper überwiegend als Magnesium-ATP-Komplex (Mg-ATP) vor. Ohne Magnesium kann ATP seine Aufgaben nur eingeschränkt erfüllen. Deshalb trägt Magnesium zu einem normalen Energiestoffwechsel bei und unterstützt die zelluläre Energieversorgung.
Gerade Menschen mit hoher körperlicher oder geistiger Belastung profitieren von einer ausreichenden Magnesiumzufuhr.
Wissenschaftlicher Hintergrund
Die Bedeutung von Magnesium ist seit Jahrzehnten Gegenstand intensiver Forschung.
Internationale Fachgesellschaften beschreiben Magnesium als essenziellen Cofaktor hunderter Enzyme, die unter anderem an folgenden Prozessen beteiligt sind:
Energiegewinnung (ATP-Stoffwechsel)
Eiweißsynthese
DNA- und RNA-Synthese
Muskelkontraktion
Nervenleitung
Elektrolythaushalt
Knochenstoffwechsel
Zellteilung
Glukosestoffwechsel
Zellkommunikation
Zahlreiche wissenschaftliche Übersichtsarbeiten zeigen, dass Magnesium eine zentrale Rolle für die normale Funktion nahezu aller Gewebe des menschlichen Körpers spielt.
Ausgewählte Literatur
Gröber U, Schmidt J, Kisters K. Magnesium in Prevention and Therapy. Nutrients. 2015;7(9):8199–8226.
de Baaij JHF, Hoenderop JGJ, Bindels RJM. Magnesium in Man: Implications for Health and Disease. Physiological Reviews. 2015;95:1–46.
EFSA Panel on Dietetic Products, Nutrition and Allergies. Scientific Opinion on Dietary Reference Values for Magnesium. EFSA Journal. 2015.
